Neuer Blickwinkel – Trigger sind hässlich verpackte Geschenke

31. August 2023

Triggert dich schon die Überschrift? Heute geht’s um Trigger – wir kennen sie alle und nein, wir mögen sie eher nicht – stimmts?

Wie nun am besten damit umgehen?

Zunächst darf dir klar werden, der Trigger ist FÜR dich und nicht gegen dich – ich weiß, daß willst du nicht lesen – is aber so.

Er dient dir, dich selbst zu erkennen, zu reflektieren und im besten Fall dich weiterzuentwickeln.

Und wie geht das???

Wenn dich also eine Situation antriggert, bist du angehalten sie genau wahrzunehmen, hier greift das alte Sprichwort – wenn du mit dem Finger auf jemanden zeigst, zeigen 3 Finger zu dir selbst. Oder nehmen wir den schönen Bibelspruch, der sinngemäß so heißt – du siehst den Splitter im Auge des anderen, aber den Balken in deinem eigenen Auge siehst du nicht.

Und ja, die Alten hatten Recht, denn wenn uns etwas antriggert, ist es auch in uns, denn sonst könnten wir es gar nicht beim anderen wahrnehmen bzw würde es uns gar nicht antriggern.

Ich betone erneut – es sind Geschenke – und ja, die sind oft wirklich hässlich verpackt. Das Geschenk ist für dich – und nur für dich ganz persönlich.

 

Am besten nutzen wir ein Beispiel um das Ganze etwas praktischer zu machen.

Nehmen wir mal an du hast einen Chef der immer wieder stichelt, du nie einordnen kannst welche Laune er heute hat – mal ist er kompetent, ausgewogen und mit emotionaler Intelligenz ausgestattet, an anderen Tagen sucht er nach Fehlern die du gemacht hast und wird derart ungehalten, dass es niemals mit dem kleinen Fehler im Verhältnis steht.

Jetzt ergeben sich mehrere Möglichkeiten zu reagieren. Du kannst es so stehen lassen und ihn so sein lassen wie er ist, denn du bist dir selbst bewusst, dass auch du mal schlechte Tage hast und ggf. ungerecht handelst, was dir am Ende des Tages oder schon in der Situation bewusst ist. Vielleicht bist du sogar schon so entspannt mit dir, dass du dich für deine Ausrutscher ehrlich entschuldigen kannst und stetig an dir arbeitest.  – du reflektierst dich und nimmst es einfach nicht persönlich.  – Willkommen in der Neutralität. Sehr gut!

Oder…du nimmst es, dieses persönliche Geschenk – lässt dich triggern und fühlst dich klein, unzureichend, abgelehnt, als Prellbock, angepisst, wütend, willst nur deine Ruhe, würdest am liebsten kündigen, dich ins Bett verkriechen und dich nie mehr dem Leben stellen. Du hast noch nicht mal Interesse was hinter der Verpackung auf dich warten könnte – du hast einfach die Backen dicke – Ende aus! Dein Chef ist doof, der Arsch der Nation und du kannst nichts dagegen tun!

Das kannste so machen, bringt dich nur nicht weiter. Denn du hast dich in die Opferrolle begeben – fühlst du dich dort wohl? Wenn ja, bleib da und jammer bitte etwas leiser… Es war deine Wahl, also nimm sie an oder ändere etwas…

Das klang hart, ja ich weiß – aber ich will dich mit purer Absicht triggern – und nein es tut mir auch nicht leid, dass ich eben so deutlich mit dir gesprochen habe.

Ich will dir helfen, dass du immer die Wahl hast, du musst dich nicht schlecht fühlen – reflektiere, geh in dich und suche – du wirst es finden und wie Phönix aus der Asche, strotzend vor Selbstbewusstsein auferstehen.

Es gibt noch einen weiteren Weg, wenn du die offenkundige Situation partout nicht bei dir selbst finden kannst, oder dein Verstand sich vehement wehrt – nein nein nein – so bin ich niemmals nie nicht.

Dann nimm den Weg über deine Gefühle. Sprich, welche Gefühle löst die unangenehme Situation in dir aus? Druck, Enge, Schwere, Kalt, Heiß… was ist es genau? Fühl das Gefühl – egal wie ekelhaft es sich anfühlt, geh durch diese kleine Hölle durch – ich verspreche dir, du wirst überleben! Fühle und nimm alles wahr – wahrscheinlich hast du diese Gefühle in dir schon als Kind vergraben und jetzt wollen sie raus, sie wollen gesehen werden, geliebt werden, denn auch sie haben eine Daseinsberechtigung. Früher, als kleines Kind waren sie dir dienlich und haben dein Überleben gesichert, oder sind durch Konditionierungen deiner Umgebung entstanden – nach dem Motto – duuuuu bist aber ein anstrengendes Kind, jetzt sei doch mal leiser und frag nicht so viel…blaaablaaa Keks… das alles hat dich verletzt, du hast deine Gefühle für dich behalten und sie tief in dir begraben, so wie die doofen Erwachsenen wolltest du niemals werden.

 

Und doch sind diese Gefühle noch in dir, sie wollen gesehen werden, sie wollen ans Licht – sich auflösen.

Wir sind alle miteinander verbunden, keiner von uns lebt vollkommen unabhängig vom anderen. Wir dienen einander und manchmal auf wirklich merkwürdige Weise – stäubst du dich grad beim Lesen? Ist da eine innere Abwehr??? JA?  – Sehr gut…das isses…fühle es…denn die Seelen untereinander meinen es immer gut mit uns, nur die Lerneinheit ist manches Mal bissl nervig.

 

Solltest du jetzt wirklich Lust bekommen haben, deine Trigger mal zu bearbeiten und denkst – ach das schaff ich alleine niemals – hey, hier bin ich – ich freue mich dich auf deinem Weg zu begleiten.

Nicht krümelnde Brötchen und andere niedliche Schrullen …

23. August 2023

Wer kennt es? Es ist Sonntagmorgen, ihr habt mit Glück einen Bäcker der offen hat, der Tisch ist hübsch gedeckt mit allem Schnick Schnack – und beim Aufschneiden der Brötchen bemerkst du eine Sensation – die Kruste krümelt NICHT!!!!

Die kleinen Freuden einer Hausfrau und Mama – jedenfalls eine meiner Freuden.

 

Was will ich euch nun damit sagen?

Jeder von uns hat solche kleinen Macken. Seid ihr mit ihnen versöhnt? Liebt ihr sie?

 

Also ich hab noch paar mehr, mit manchen bin ich im Reinen, andere stehen mir manchmal im Weg.

Dennoch versuche ich grundsätzlich humorvoll mit ihnen umzugehen.

 

Was ist eigentlich mit Eigenheiten die anderen auf die Nerven gehen und in der gesamten Tiefe des Raumes einen anderen Menschen antriggern? Mhhh was ist dann? Steht ihr dann zu euch oder lasst ihr euch einreden, dass ihr nicht ok seid und dass euer Anderssein „unnormal“ ist? Passiert euch das? Schämt ihr euch etwa dafür??

 

Ich sag euch was, neee nee das müsst ihr nicht, ihr seid eben mit diesen euren lieblichen Schrullen genau richtig wie ihr seid – nur bedenkt, dass ihr die Anderen auch so fantastisch anders sein lassen könnt, wie sie sind.

 

Ohhh mir fällt grad noch was Hübsches ein, die Pedanterie meines Freundes – herrlich sag ich euch, ich liebe es, wenn er pedantisch ist, ich lehne mich innerlich zurück und beobachte ihn, fühle meine aufkeimende Irritation und beginne zu schmunzeln – denn ich bin es auch – ich kann es lieben, weil ich mit meiner eigenen Pedanterie im Frieden bin.

Achtung es kommt noch ne Macke, ich liebe es, wenn Handtücher in Reih und Glied auf dem Badheizkörper hängen – ich fühle mich mit einer gewissen Ordnung einfach wohler, ja na klar gibt es Tage da wirkt das Haus wie nach einem Bombenangriff, schließlich wohnen hier paar Leute – aber so grundsätzlich ist es recht ordentlich bei uns – dies dient meinem Wohlbefinden.

Wir alle streben nach Wohlbefinden und wenn uns schon so kleine Kleinigkeiten dazu verhelfen – na aber hey, das ist ja einfach? Oder?

Nehmt es mit Humor, lacht was das Zeug hält, seid gnädig mit euch selbst und euren Mitmenschen.

Lasst euch also bitte niemals einreden, dass ihr nicht ganz richtig seid, nur weil ihr ein paar kleine süße Neurosen habt – die machen euch aus und zu dem besonderen Menschen der ihr seid.

Mama lass uns Podcast spielen…

05. August 2023

Gestern war Vollmond – 05.02.2023 – und da denkste an nix Schlimmes.

Der Jüngste wollte einen Nachmittagsspaziergang an seiner Schule machen und mir das Gelände zeigen. Kee Ding, klar zeig her, wir setzen uns ins Auto und fahren nach Dresden. Da sagt er – los Mama wir spielen Podcast, ich stelle dir Fragen und du musst die beantworten.

Eine der Fragen war – ich habe eine 5 in Mathe geschrieben, muss ich das dem Papa erzählen?

Ähmmmmm ne 5 in Mathe?? Du Zahlenfreak?? 😊 … mein liebes Kind, natürlich erzählst du das dem Papa, was meinst du, wenn er sich deine Noten ansieht und dann erst die 5 bemerkt? Dann ist Polen offen und Papa hat kein Vertrauen mehr zu dir, über Vertrauen haben wir ja schon oft gesprochen…

Wie ich das alles so sage, kommt mir in den Sinn – so ein – Mama – Sohn – Podcast wäre vielleicht wirklich eine nette Idee – dieses Tool nutzen die Jugendlichen sehr gern – ach was sag ich, ich höre auch Podcasts.

Nachdem der Spaziergang beendet war und wir heimfuhren, wollte er das Spiel fortsetzen – möglicherweise nimmt er meine Tipps wirklich ernst – ein himmlisches Gefühl.

Später am Abend führ ich ihn zu seinem Papa, das große Kind war auch mit an Board – der Große wird bald 26. Anschließend machten wir noch einen kleinen Ausflug und kamen ins Quatschen – über Gott und die Welt, über uns – über wie kann man Energien wahrnehmen und und und – da sagt der doch nicht etwa – Mama, wir hätten das ganze Gespräch aufnehmen sollen, das wäre ein super Podcast – ich hab gebrüllt vor Lachen, denn er wusste nicht, dass sein kleiner Bruder am Nachmittag die gleiche Idee hatte.

Am Ende setzte er noch einen drauf und bedankte sich bei mir, dass ich ihn aufgefordert hatte mitzufahren – dieses Gespräch möchte er nicht missen – ich schwebte gleich paar Zentimeter überm Boden, so sehr habe ich mich gefreut.

Letztlich lag ich mit einem breiten Grinsen in meinem Bett und hatte eine selige Vollmondnacht.

 

Und nun muss ich das Gesagte noch ein wenig in meinem Herzen bewegen und mich reinfühlen – Podcast ja oder nein? Ja und nein? Vielleicht? Vielleicht auch nicht… wenn das jemand liest der Ahnung von Podcasts hat, der kann gern Kontakt zu mir aufnehmen – ick freu mir 😊 ich bin nämlich ein technisches Wunder, ich kann Technik mit meiner puren Anwesenheit aus dem Konzept bringen.

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